Unter dem Motto „Klimaküche – Was liegt auf deinem Teller?“ thematisiert die BGC 2022 unsere Ernährung und deren Einfluss auf die Umwelt und das Klima. Der Klimawandel zeigt sich immer deutlicher und seine Folgen für uns werden immer spürbarer. Hauptursache für die Erderwärmung sind die Treibhausgasemissionen, namentlich die Kohlendioxidemissionen, vor allem durch die Stromerzeugung, Industrie und den Verkehr. Darüber wird in den Massenmedien immer wieder berichtet.

Die Auswirkungen unserer Ernährung auf das Klima erhält hingegen wenig Aufmerksamkeit in den Massenmedien, obwohl sie wesentlich zur Klimabelastung beiträgt. Von dem Anbau über die Bearbeitung und Lagerung bis hin zum Transport entstehen jede Menge von Treibhausgasen durch die Lebensmittelproduktion. Hierzulande gehen etwa 16 Prozent der Treibhausgasemissionen eines durchschnittlichen Privathaushalts auf die Ernährung zurück. Das entspricht ungefähr dem gleichen Anteil der Emissionen, die durch den Bereich Mobilität entstehen. Darüber hinaus finden die klimatischen Folgen der Emissionen von Methan und Lachgas bisher noch weniger Beachtung in den Massenmedien. Diese Treibhausgase sind wesentlich klimaschädlicher als Kohlendioxid und stammen zum großen Teil aus der Landwirtschaft durch die Viehhaltung und den Einsatz von Düngemitteln.

Saisonale, regionale, biologisch erzeugte und fleischarme Lebensmittel stehen für eine gesunde und klimafreundliche Ernährung. Zahlreiche Kampagnen und Informationsmaterialien versuchen die Konsument*innen schon lange dafür zu sensibilisieren. Nichtsdestotrotz liegt der Anteil von Bio-Produkten am gesamten Lebensmittelmarkt gerade bei rund 6 Prozent in Deutschland. Der Fleischkonsum hierzulande ist letztlich zwar zurückgegangen, aber lag 2020 mit 57,3 kg pro Kopf und Jahr immer noch zu hoch.

Durch die BGC 2022 wollen wir daher das Bewusstsein für die Auswirkungen unserer Ernährungsweise auf die Umwelt und das Klima bei Schüler*innen fördern und sie zu einer umwelt- und klimafreundlichen Ernährung motivieren. Besonderes Augenmerk wird dabei auf den Fleischverbrauch und die ökologischen Folgen der Tierzucht gelegt, die nicht nur hohe Treibhausgasemissionen verursacht, sondern auch zu Waldrodungen, intensivem Pestizideinsatz, Verunreinigung des Grundwassers und Biodiversitätsverlusten führt.