Extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen, Dürre, Stürme und Überschwemmungen werden in den letzten Jahren immer häufiger und machen die Erderwärmung bzw. den Klimawandel sichtbar. Auch hierzulande sind die Folgen der Erderwärmung durch z.B. die Erhöhung der mittleren Temperatur und Anzahl der heißen Tage sowie andauernde Hitze und Trockenheit immer mehr spürbar. Hauptursache des Klimawandels ist die zunehmende Konzentration an Treibhausgasen in der Atmosphäre, was auf den vom Menschen verursachten Ausstoß an Treibhausgasen, vor allem Kohlendioxid, zurückzuführen ist. Noch spürbarer sind die Auswirkungen des Klimawandels in den Ländern des globalen Südens, die aber nicht über die nötigen finanziellen und technologischen Ressourcen verfügen, um sich daran anzupassen. Sie haben allerdings wenig Anteil an der historischen Entwicklung der CO2-Emissionen als die Länder des globalen Nordens.

Angesichts der ökologischen Krise haben Schüler*innen die soziale Bewegung „Fridays for Future“ initiiert, die auf klimapolitische Missstände aufmerksam macht und umfassende, schnelle und effiziente Klimaschutz-Maßnahmen von der Politik fordert. Zentrale Forderung ist der Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger im Rahmen einer Energiewende. Dem Klimawandel entgegenzuwirken ist jedoch mehr als der Abkehr von Kohle, Öl und Gas vonnöten. Sehr wichtig dafür ist auch eine Änderung des ressourcenintensiven Lebensstils und Konsumverhaltens. Die globale Erwärmung zu begrenzen erfordert zwar entschlossene politische Maßnahmen, aber der potentielle Beitrag der einzelnen Menschen dazu soll nicht aus den Augen verloren werden.

Unter dem Motto „Klima for future“ fordert die BGC 2021 eine Auseinandersetzung mit dem Thema globale Klimagerechtigkeit und dessen Verknüpfung mit dem eigenen Lebensstil bei den Schüler*innen. Das Hauptziel des diesjährigen Turniers ist es, bei den Schüler*innen ein Bewusstsein für die Auswirkungen des ressourcenintensiven Lebensstils und Konsumverhaltens auf Umwelt und Klima zu schaffen und sie zu einer nachhaltigen Verhaltensänderung zu motivieren. Dabei wird die Klimagerechtigkeit nicht nur in Bezug auf künftige Generationen, sondern insbesondere auch auf das Leben der Menschen in den Ländern des globalen Südens thematisiert, die i.d.R. wesentlich weniger CO2 ausstoßen und somit weniger zu globaler Erderwärmung beitragen als die Länder des Nordens. Außerdem werden die Schüler*innen Informationen erhalten, die ihnen Handlungsmöglichkeiten für ein nachhaltiges Leben aufzeigen.